MEDIEN-KOMPASS
Wer steckt eigentlich hinter unseren Medien?
Ob Zeitung, Nachrichtenseite, öffentlich-rechtlicher Rundfunk oder politisches Online-Medium: Medien unterscheiden sich nicht nur in ihren Inhalten, sondern auch bei Eigentümern, Finanzierung, Zielgruppen und redaktioneller Tradition.
Der Medien-Kompass hilft dir, diese Unterschiede einzuordnen.
Ein konservatives Medium kann einen Sachverhalt korrekt berichten. Ein progressives Medium ebenfalls.
Die redaktionelle Einordnung hilft dabei, Perspektiven und Schwerpunktsetzungen zu verstehen. Sie ersetzt nicht die Prüfung eines konkreten Beitrags oder seiner Quellen.
METHODE
Wie wir Medien einordnen
Wir trennen zwischen überprüfbaren Angaben und redaktioneller Einordnung.
Überprüfbare Angaben sind zum Beispiel:
- Betreiber
- Eigentümer
- Finanzierung
- verantwortliche Redaktion
- veröffentlichte Leitlinien
Politische oder redaktionelle Einordnungen übernehmen wir nur, wenn sie durch nachvollziehbare Fremdquellen oder das dokumentierte Selbstverständnis des Mediums gestützt sind.
Wenn eine eindeutige Einordnung nicht belastbar möglich ist, lassen wir sie offen.
Drei Perspektiven
Diese drei Perspektiven können voneinander abweichen.
Eine politische Einordnung sagt nicht, ob ein konkreter Artikel richtig oder falsch ist.
Nicht fragen: Ist dieses Medium links oder rechts?
Sondern: Was weiß ich über das Medium – und wie gut kann ich seine Aussagen selbst überprüfen?
Wie entstehen unsere Einordnungen?
Wie entstehen Einordnungen durch Glaubensache?
Nicht jedes Medium lässt sich sinnvoll mit einem einzelnen politischen Etikett beschreiben.
Wo ausreichend nachvollziehbare Informationen vorliegen, ergänzen wir deshalb manchmal eine eigene redaktionelle Einordnung.
Dabei betrachten wir unter anderem:
- das veröffentlichte Selbstverständnis
- redaktionelle Leitlinien
- dokumentierte publizistische Grundpositionen
- unabhängige externe Analysen
- wissenschaftliche oder institutionelle Untersuchungen, soweit verfügbar
Eine eigene Einordnung veröffentlichen wir nur, wenn mehrere nachvollziehbare Anhaltspunkte vorliegen.
Eine Einordnung durch Glaubensache ist eine redaktionelle Einschätzung – keine objektiv gemessene Eigenschaft des Mediums.
Sie beschreibt außerdem nicht, ob ein einzelner Beitrag richtig oder falsch ist.
MEDIENÜBERSICHT
Ein Medium ist nicht automatisch die Originalquelle einer Behauptung.
Ein Artikel kann eine Statistik korrekt wiedergeben – trotzdem lohnt sich oft der Weg zur ursprünglichen Studie, Statistik oder Gerichtsentscheidung.
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